La Tabla de Flandes

 

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(Uncovered – “Geheimnisse” 1994)

Thriller

Darsteller:
Kate Beckinsale, John Word, Senéad Cusak, Paudge Behan
Regie: Jim McBride
nach dem bekannten Roman von Arturo Pérez Reverte,

 

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der für das Buch den Grossen Preis der Literatur für Kriminalromane in Frankreich erhielt und unter der Auswahl der New York Times an vorderster Stelle stand für diese Art von Thriller.

Inhalt:

 

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Die Kunstexpertin Julia (Kate Beckinsale)

bekommt den Auftrag, ein 500 Jahre altes Gemälde des flämischen Meisters Pieter van Huys mit dem Titel “Die Schachpartie” zu restaurieren, da das Bild demnächst zum Verkauf anstehen soll.
“Die Schachpartie” aus dem 15. Jahrhundert zeigt den Herzog von Ostenburg, seine Gattin Beatrix und den Ritter Roget, der von dem französischen König ausgesandt wurde und bei dieser Mission ums Leben kam.
Bei einer Röntgenuntersuchung erscheint folgende übermalte Inschrift, die lautet:

“Wer tötete den Ritter?”
(“Quis Necavit Equitem”)

 

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Gemälde Tabla de Flandes “Die Schachpartie”
copyright fantasymundo.com

 

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Neugierig macht sich Julia an die Aufklärung des 500 Jahre zurückliegenden Mordes.
Dabei steht ihr der todkranke und verschuldete Besitzer des Bildes Manuel Belmonte (Michael Cough) ebenso zur Seite wir ihr Ex-Freund Alvaro (Art Malik), der in Barcelona Kunstgeschichte lehrt.
Zusammen mit ihrer Freundin Menchu (Sinead Cusack) erzählen sie dem Besitzer die Entdeckung und bitten um Erlaubnis, das ganze Rätsel der Inschrift lösen zu dürfen, denn damit würde sich der Wert des Gemäldes wesentlich erhöhen.
Der ältere Herr, schon im Rollstuhl sitzend, wird von seiner mysteriösen Nichte betreut und gepflegt, die aber auch die einzige Erbin dieses Werkes ist.
Der Besitzer erzählt der jungen Restauratorin und ihrer Freundin die Geschichte der auf dem Bild dargestellten Personen, wobei eine von ihnen auf eine seltsame Art verstorben war.

Julia ist entschlossen, das Rätsel zu lösen und erhält dafür die Hilfe eines erfahrenen Schachspielers.

 

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Was man sich allerdings nicht vorstellen kann ist, dass, wenn die auf dem Bild dargestellte Partie in ihrer Position verharrt, irgend jemand sie doch im wirklichen Leben weitergespielt haben muss und für jede geschlagene Figur ein Mord geschieht.

Nachstehend die Ausgangsstellung der Partie, die von dem Protagonisten und einem Unbekannten fortgesetzt wird:

 

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Doch während der Nachforschungen geschehen unerklärbare Vorkommnisse. Julia wird verfolgt, erhält seltsame Anrufe und findet immer irgendwo ein Art von Visitenkarten, auf denen die schwarzen Züge stehen, die sie mit Weiss erwidern soll. Dabei hilft ihr natürlich der erfahrende Schachspieler Muñoz.

 

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Schliesslich stellt sich heraus, dass der mysteriöse Schachspieler eine Antiquar mit dem Namen César ist, der in seinen Leben immer der Förderer und väterliche Freund von Julia war.
Entdeckt und mit dem Rücken an der Wand, erzählt er seine Lebensgeschichte:
Er war in der Jungend ein sehr guter und aufstrebender Schachspieler, verlor aber eine wichtiges Turnier und war davon so betroffen, dass er das Schachspielen aufgab.

Als Julia dabei ist, das Geheimnis des Bildes mit der Schachpartie zu entdecken, entschied er sich, wieder zu spielen und zwar auf die vorbeschriebene Weise.

Schliesslich ermordet er jeweils beim Schlagen einer Figur eine in seinem Umkreis befindliche Person.

 

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copyright ucm.es

 

Das Bild wird in die Schweiz gebracht, um es dort sicherzustellen.


Julia und der Schachspieler Muñoz folgen den Geschehnissen und erfahren von dem Antiquar, dass er unter Aids im Endstadium leidet, aber noch einmal in seinem Leben etwas Aussergewöhnliches vollbringen wollte.

Ehe er sich selbst tötet, bittet er die ihm gefolgten Julia und Muñoz 10 Minuten Zeit zu lassen, ehe sie die Polizei rufen.
In einem Brief auf dem Schreibtisch seines dortigen Hauses steht seine ganze Geschichte, aber kein Hinweis auf den Verbleib des Bildes.

Somit sind auch Julia und Muñoz aus der Verantwortung.

 

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Endstellung der Partie

1.Cc2 Dxc2 2.Tb3 d5+ 3.exd5 Cb2+ 4.Txb2 axb6 5.Ad3 Dxb2 6.De7 Db3+ 7.Rd4 bxc6 8.De4 Axa6 9.Re5+ Ac4 10.Axc4 Cd7+ 11.Rd6 Dxb1 12.Ad3+ Rb3 13.Dc4+ Rb2 14.Axb1 Txb1 15.dxc6 Cf6 16.De6 a4 17.Dxf6 a3 18.c4+ Rc1 19.Dc3+ Rd1 20.Dxa3 Tc1 21.Db3+ Rxd2 22.c7 b5 23.c8D 1-0

Siehe Partie

Schlussworte des Romanverfassers:


Ich glaube, dass, was dem Menschen am meisten Sicherheit gibt, und es ihm erlaubt, sich gegen die Agression der Mächtigen zu stellen, sind die Erinnerung und die Kultur.

“Ich glaube, das es sich hierbei um meine hochinteressante Geschichte handelt.
Das grosse Problem des Menschen ist, dass wir nur “Waisen” sind, man löscht uns die Erinnerung, “schmiert uns irgendwelchen Honig um den Bart” und überlässt uns dem Schicksal mit dem Motto: “Wer zuerst kommt ….”

 

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copyright lunaydragon.files.wordpress.com

 

Aus diesem Grund sind für mich die Geschichte und die Erinnerung so wichtig. Deswegen ist für mich die Verachtung gegenüber den Mächtigen so entscheidend, die uns zu “Waisen” verdammen wollen.

Quelle: Richard Guerrero
Sitges (Barcelona), August 2009

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