Neutrale Felder

gemalt von Elke Rehder

 

 

von Arqto. Roberto Pagura, Buenos Aires

Angepasst und illustriert von Frank Mayer, Sitges (Barcelona)

gemalt von Elke Rehder

Text:

Beim Lesen einer Mitteilung über das kontroverse Thema des staatlichen Terrorismus und die Verbrechen des allgemeinen Terrorismus, fiel mir ein, diese Vorstellung auf eine Schachpartie zu übertragen.

La partie d’éches – gemalt von de Viera da Silva

Wir, die wir uns als friedfertige Menschen nennen, wie können wir zulassen, dass Verbrechen – gleich welcher Art – im Namen vermutlicher Prinzipien eines oder anderes Zeichens begangen werden?

Und auf dem Schachbrett, ein Schlachtfeld, bestehend aus zwei Farben:

Wieso können wir das Risiko dulden für Bauern, Läufer, Springer und besonders Türme, die für den Schutz der Sicherheit der Damen und Könige zuständig sind und dessen Überleben das Ergebnis einer Partie entscheiden?

gemalt von Elke Rehder

“Das war immer so”, werden einige sagen und “das schreibt das Reglement vor”, sagen andere.

Aber können wir mit diesen Argumenten zufrieden sein?
Geopferte Bauern, die die Aufgabe haben, sich in eine Dame zu verwandeln, wenn sie die 8. Reihe erreichen und dazu gezwungen werden……

Mit welchem Recht spielen wir mit dem Leben von bescheidenen Bauern, so, als ob es unvermeidbar wäre?

 

 

gemalt von Gast Michels

Wir glauben, dass sie die Möglichkeiten haben sollten, sich auf neutralen Feldern zu verstecken, weder weisse noch schwarze, wo sie von niemandem weder angegriffen noch von der Landkarte des Schachbrettes vertrieben werden können.

Gestatten wir ihnen doch wenigstens eine Ruhepause, damit sie wieder Kraft schöpfen können.

Sie sehen also, wie man Lösungen finden kann aufgrund der Rechte, die sie vor Ungerechtigkeiten und Gefahren schützen.

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Schwarze und Weisse sind die Wege des Lebens und auch des Todes, meine Herren Rechtsanwälte.

Und wie sagte der Dichter Jorge Luis Borges :

“Auf Schwarz und Weiss des Weges suchen und entfachen sie
ihren bewaffneten Kampf”,

um danach noch hinzuzufügen:

“Auch der Spieler ist ein Gefangener eines anderen Schachbrettes der schwarzen Nächte und weissen Tage…”

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Seien wir wirkliche Friedensstifter, damit wir das Schach retten, in dem wir es in eine bewaffnete Begegnung im noblem Wettbewerb der Intelligenz und Belieben im Dienst der Kunst und des Lebens stellen.

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Wenn es Kunst ist – gibt es Leben!

Buenos Aires, im Februar 2010

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