Das Verbot Schach zu spielen – ein Nachtrag

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Liebe Schachfreunde,
vor einiger Zeit veröffentlichte diese Website einen Artikel über das “Verbot Schach zu spielen”
 
Nun haben wir Ihnen einen wichtigen Nachsatz zu bieten, die Herr Prof. Christian Hesse von der Universität Suttgart mit seinem neuen und ausgezeichneten Buch
“Expeditonen in die Schachwelt”
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erarbeitet hat.
Zu dieser Veröffentlichung haben wir seine ausdrückliche Genehmigung dankend erhalten.
 
 
Auszug aus “Quasi ein Nachwort”:
(Seiten 398 und 399)
…..Eingereiht in die Reihe der Gegner des Schachs hat sich kürzlich auch Gross-Ayatollah Ali al-Sistani.
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Er ist der Haupt-Marja, also die spirituelle Referenz, für schiitische Moslems.
Auf seiner Homepage im Internet nimmt er zu mancherlei Fragen Stellung und teilt mit, was erlaubt ist (<halal>) und was verboten ist (<haram>).
 
Unter “haram” fällt dabei auch das Schachspielen. Ja!
 
In die langstehende Debatte, ob Schach Spiel, Sport, Wissenschaft oder Kunst sei, hat der Gross-Ayatollah eine weitere Dimension eingeführt:
 
“It (Chess) is not permissible, because it is a means for ‘Lahv’
(mit Bedeutung: Sittenverfall, Ausschweifung, Verkommmenheit)”
 
 
Der Gross-Ayatollah antwortet auf eingeschickte Fragen.
Und die Tatsache, dass die Beschäftigung mit Schach viele verschiedene Formen annehmen kann, weckte in mir den Wunsch nach Klärung seiner Einstellung.
So stellte ich drei Fragen und erhielt die folgende Antwort:
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Seien Sie also ohne grosse Sorge:
Lesen und Lösen ist “halal”.
 
Und so nehme ich diese, insgesamt doch nachdenklich stimmende Antwort zum Anlass, ihnen zum Abschluss noch etwas zum Lesen
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und Lösen mit auf den Weg zu geben:
Und nicht etwa nur ein einziges Problem oder eine wenige Probleme, sondern gleich unendlich viele.
 
Un-endlich zwar, aber dennoch mit Happy-end.
 
Glück auf!
 
 
Wir danken nochmals Herrn Prof. Christian Hesse für die Genehmigung, seinen Text zu übernehmen.
P.S. Im September kommt übrigens dieses Schachbuch auf Spanisch heraus,
publiziert vom Verlag Editorial Chessy und Alfonso Romero.
Sitges (Barcelona), im Juli 2010