Philatelie über Capablanca 3. und letzter Teil

Capablanca wurde nicht die Möglichkeit eingeräumt, einen Rückkampf gegen Aljechin zu spielen. Nachdem er den Titel verloren hatte, nahm er aber weiterhin an Turnieren teil, lieferte grossartige Partien und wurde in die Top-Positionen eingestuft.

Aber immer noch glaubte er an seine Unbesiegbarkeit.

 
Ab 1935 erschien in der Praxis eine neue Generation von Schachspielern (Botwinnik, Keres, Fine, Reshevsky …) und begann mit einem neuen Stil, der die hypermoderne Schule des Schachs meisterhaft konsolidierte.
Bei dem AVRO-Turnier im Jahre 1938 (an dem Lasker nicht teilnahm), wurde Botvinnik Dritter vor Capablanca, Aljechin und Reshevsky.

Botwinnik-Capablanca Briefmarke. AVRO, Holland, 1938

 

Philatelie1-14

Position nach 29 … De7
Wie auf dieser Briefmarke der Serie „Les grands maîtres des échecs“ der Zentralafrikanischen Republik gezeigt wird, spielt die schwarze Dame auf e7 eine traurige Blockade vor dem Freibauern auf e6. Botvinnik lenkt geschickt die Dame mit 30. Aa3 !! ab als Beginn einer schönen Kombination von 12 Zügen.

 

Philatelie1-15

 

Endstellung der gleichen Partie

Diese Briefmarke der Mongolei zeigt die Position der gleichen Partie nach 41.Kh5, wonach Capablanca aufgab, denn er konnte nur das Matt durch das Opfern der Dame auf f8 vermeiden.

Mikhail Botvinnik vs Jose Raul Capablanca
„A Thing of the Passed“ (game of the day Jan-27-06)
AVRO (1938) • Nimzo-Indian Defense: Normal Line (E40) • 1-0

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esquema4

 

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To move: black      Last move: 41. Kh5

1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nc3 Bb4 4. e3 d5 5. a3 Bxc3 6. bxc3 c5 7. cxd5 exd5 8. Bd3 O-O 9. Ne2 b6 10. O-O Ba6 11. Bxa6 Nxa6 12. Bb2 Qd7 13. a4 Rfe8 14. Qd3 c4 15. Qc2 Nb8 16. Rae1 Nc6 17. Ng3 Na5 18. f3 Nb3 19. e4 Qxa4 20. e5 Nd7 21. Qf2 g6 22. f4 f5 23. exf6 Nxf6 24. f5 Rxe1 25. Rxe1 Re8 26. Re6 Rxe6 27. fxe6 Kg7 28. Qf4 Qe8 29. Qe5 Qe7 30. Ba3 Qxa3 31. Nh5 gxh5 32. Qg5 Kf8 33. Qxf6 Kg8 34. e7 Qc1 35. Kf2 Qc2 36. Kg3 Qd3 37. Kh4 Qe4 38. Kxh5 Qe2 39. Kh4 Qe4 40. g4 Qe1 41. Kh5

Zum Nachspielen: http://www.chessgames.com/perl/chessgame?gid=1031957
Der Sieger wurde Paul Keres, einer der besten Spieler aller Zeiten, der aber nie Weltmeister wurde und als ewiger Zweiter in Erinnnerung bleibt. Capablanca wurde Siebter, das schlechteste Ergebnis seiner Karriere.
Anmerkung: Schon zu Anfang des Turnieres erlitt Capablanca einen Schlaganfall aufgrund seines ständig zu hohen Blutdruckes.

Briefmarke Keres-Capablanca Partie: AVRO, Niederlande, 1938

 

Philatelie1-16

 

Position nach 21 … Tb6
Auf dieser Briefmarke der Republik Niger sehen wir die Stellung nach Capablancas Turmzug auf b6. Keres reagierte mit 22.Se6 mit starkem Druck, aber Capablanca konnte noch bis zum 38. Zug widerstehen.

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Im Laufe seiner Karriere als Schachspieler verlor José Raul Capablanca nur 36 Partien aus 567. Er verlor nicht eine einzige Partie zwischen 1916 und 1924.
Er starb beim Schachspielen im Alter von 53 Jahren als Folge einer starken Hirnblutung, die er in dem Manhattan Chess Club erlitten hatte.

Mehr Capablanca Briefmarken:

 

Philatelie1-17

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Das ist ein Beweis des Bekanntheitsgrades von Capablanca auf Briefmarken aus verschiedenen Ländern und Epochen.
Capablancas Popularität kam auch ins Kino, wie in dieser Szene Shakhmatnaya goryachka („Chess Fever“) in einem Stummfilm in Moskau, Russland 1925, wo auch Capablanca selbst erscheint:

Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=jiu1xAb8USA

 

Philatelie1-18

 

Auf der linken Seite das Kind Capablanca bei einer Simultanvorstellung und auf der rechten Seite ein schon erwachsener Capablanca. Ein Leben für das Schach.

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Quelle: ajedrezespectacular.com

Sitges (Barcelona), im April 2013