Kurioses 2. Teil

 

Fischer und seine Eigenheiten

 

Kurioses2Teil-4

Wie bekannt ist, gehörte der Humor nicht zu den Stärken von Bobby Fischer, vielleicht von einem Leben beeinflusst, das alles andere als normal war. Hier sind zwei gute Beispiele:
Der Journalist Dimitri Bjelica verbrachte viele Zeit mit den Grossen des Schachs, um sie in ihrer Tiefe kennen zu lernen.

Daher gibt es eine unerschöpfliche Quelle von Anekdoten wie diese, die ich gern so weitergebe, wie sie sich ereignet hat: „Anlässlich einer gemeinsamen Autofahrt mit Tal und Fischer und da wir auf einer Bergstraße hintuckerten, war es klar, dass es ein recht gefährliches Unterfangen war. Beiläufig sagte ich:
„Wenn wir einen Unfall haben, wird sicher ein allen Zeitungen stehen, dass der berühmte Journalist Dimitri Bjelica umgekommen ist.
Tal lachte, aber Fischer wurde nachdenklich und schloss mit den Worten:
„Ich glaube, Sie irren sich. In Amerika bin ich bekannter als Sie .“
Fischer war sehr beliebt und wurde immer von den Medien angesprochen und schikaniert wegen seinem „bekannten Sinn für Humor“, was ihn veranlasste, einen Journalisten zu fragen:
„Verstösst es gegen das Gesetz, einen Journalisten zu töten?“
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Kurioses2Teil-3

GM Efim Bogoljubow war bekannt für einen einfachen und und ungeschickten Humor.

Folgende Geschichte ereignete nach dem Sieg einer Partie gegen

den schon älteren und kränklichen Dr. Tarrasch.
Die traurige Tatsache ist,  dass ein paar Tage später Dr. Tarrasch im Alter von 72 Jahren verstarb.

Bogoljubow in seiner plumpen Art veröffentlichte die Partie und gab ihr folgende Überschrift : „Die Partie, die Dr. Tarrasch ins Jenseits beförderte.“

Das Wort „makaber“ reicht nicht aus, um dem vorangegangen Satz eine Beschreibung zu geben.

Aber Bogoljubov war so. Als Aljechin 1946 starb, forderte er den WM-Titel, ein Ansinnen, dass von den Organisatoren kompfschüttend abgelehnt wurde.
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Kurioses2Teil-5

Gemalt von Elke Rehder

 

Anlässlich eines internationalesn Schachturnieres in Völklingen, gesponsert von den Röchling Werken, ergab sich eine komische Situation.
Wie Gerhard Henschel (ein bekannter Schachautor) erzählt, hatte der Lokalmatador einen starken französischen Spieler gegenüber.  Sie spielten eine Variante der Königsindischen Verteidigung und tauschten bald die Damen, wie es häufiger vorkommt.
Unter den Anwesenden befand sich auch ein Caféhauspieler, der nach dem Damentausch laut rief: „Was sind das doch für schlechte Spieler!“

Das gesamte Publikum drehte sich mit Erstaunen zu ihm um. Dieser „Experte“ sprach so laut, so dass auch die beiden Kontrahenten den Ausspruch hören mussten: „Schauen Sie nicht hin. Das sind wirklich schlechte Spieler, denn beide haben schon ihre Dame verloren! „
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Quelle: ajedrezdeataque.com

 

Barcelona (Sitges), im Januar 2014