Eine Anekdote über Fritz Sämisch

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Foto: chessgames.com

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Eine Anekdote über Fritz Sämisch (* 20.9.1896  + 16.8.1975), die wir in einem Schach-Kalender gelesen haben.

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2

 

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Ausgaben von 1984-2014 – Edition Marco

 

Leider haben wir ihn  nicht zur Hand und können deshalb nicht für die absolute Korrektheit der Wiedergabe bürgen.

Sämisch war sowohl als Kettenraucher berüchtigt, als auch dafür, dass er – obgleich ein starker Blitz-Spieler – in seinen klassischen Partien häufig in Zeitnot geriet und deshalb verlor, weil er über einer komplizierten Stellung grübelnd die Zeit vergaß.

Die folgende Begebenheit soll sich in einer Partie gegen Alberic O’Kelly de Galway

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3

 

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Foto: Wikipedia.org 1961

zugetragen haben: Sämisch ist am Zug und vertieft sich sehr lange über das Brett gebeugt in die Stellung, im Mund die obligatorische Zigarette. Ganz versunken vergisst er, die Asche abzustreifen, sondern zieht immer weiter am Glimmstengel, bis die Glut schließlich mitten aufs Brett fällt und beginnt, ins Holz zu brennen. Sämisch bemerkt von alledem nichts, aber O’Kelly überlegt fieberhaft, wie er die Situation klären kann. Schließlich hat er die rettende Idee: Er nimmt einen bereits geschlagenen Turm und stampft die Glut aus.

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4

 

Fotomontaje Antón Busto

Tabladeflandes.com

Erst jetzt wacht Sämisch auf und schaut ihn entgeistert an: „He, das ist ein illegaler Zug, und überhaupt war ich dran…“.

 

5

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Bii***************************************************

Bild: Flickr.com

Sitges (Barcelona), im März 2014

2 Gedanken zu „Eine Anekdote über Fritz Sämisch

  1. Frank Mayer Beitragsautor

    Erstellt von: Harry N. Pillsbury
    Datum: 08.03.2014 15:52

    Schöner Beitrag! Sämisch lernte ich noch persönlich zu meiner Kieler Zeit kennen. Er sagte dann meist „den kenn ich“ 😀 aha!
    Sämisch war bekannt dafür, dass er „Asche streute“
    Der dänische Meister Jens Enevoldsen schrieb einmal. „Sämisch war bei mir zu Gast, er streute Asche überall –“ 😀

    Mit freundlichen Grüßen

    Schach!

    Antworten
  2. Helge Delion

    Habe mal eine ähnliche Anekdote von einem GM-Turnier aus Brasilien gehört. Ein brasilianischer Meister mit wallendem Haar, Name mir entfallen, hat am Brett geraucht und dabei mit der Glut seine eigenen Haare angekokelt. Sein Gegner, der vor sich eine kleine Flasche Cola stehen hat, sieht das Malheur und fackelt nicht lange, indem er das Getränk umgehend über dem Kopf des Gegners entleert. Der Meister, der noch gar nicht gemerkt hatte, das er sich die Haare angezündet hatte, und dies ja nun auch nicht mehr sehen konnte, soll mächtig in Rage geraten sein…

    Antworten

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